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Stadtkapelle Illertissen füllt Vöhlinhalle mit sattem Klang


Bei ihrem 54. Osterkonzert in der Vöhlinhalle überzeugte die Stadtkapelle Illertissen unter Leitung von Stefan Tarkövi das Publikum.

Die Stadtkapelle Illertissen bringt bei ihrem Osterkonzert anspruchsvolle Werke zum Klingen. Ihr Dirigent erwies sich dabei als Perfektionist.

Ganz egal, wie wechselhaft das Wetter am Ostersonntag ist. Auf eines können sich Musikfreunde aus Illertissen und Umgebung Jahr für Jahr verlassen: dass die Stadtkapelle abends ein Osterkonzert auf konstant hohem Niveau spielt.

Und so füllten die Musiker die Vöhlinhalle auch heuer mit warmen Klängen. Unter akribischer Leitung von Stefan Tarkövi stellte das Blasorchester seine Vielseitigkeit unter Beweis. Rund 600 Besucher kamen, um dem Konzert zu lauschen, das von den ersten Tönen bis zur letzten Note fesselte.

Bereits die zum markanten Auftakt gewählte „Kirkpatrick Fanfare“ von Andrew Boysen junior und die von Philip Sparke komponierte „Music for Life“ machten deutlich, dass die motivierten Musiker stets nach Herausforderungen suchen. Im Werk „Blue hole“ des jungen österreichischen Komponisten Thomas Asanger wurde den Zuhörern akustisch der Mythos rund um einen der spektakulärsten Tauchgründe der Welt vermittelt. Dank der gewohnt fachkundigen und spannenden Moderation von Wilhelm Schmid durfte das Publikum nicht nur magische Momente der Musik genießen, sondern auch die Hintergründe der Entstehung dieser Komposition kennenlernen.

Auch die „Second Suite in F“, in welcher der norwegische Komponist Gustav Holst drei bekannte englische Volkslieder, einen Countrytanz, ein Liebes- und ein Kinderlied zu einem spannenden Werk kombinierte, wurde von der Stadtkapelle zu einem Hörerlebnis ausgestaltet. Denn Dirigent Tarkövi erwies sich als Perfektionist. Selbst feine Nuancen bekommen bei ihm Gewicht. Wenn er dirigiert, lebt er die Musik, was in seiner Gestik deutlich wird.

Auch nach der Pause verstand sich die Illertisser Stadtkapelle geschickt darin, ihr Publikum immer wieder neu zu überzeugen. In der Komposition „Journey to the Lions’s Castle“ von Rossano Galante entführten die Musiker es auf eine „Reise zum Schloss des Löwen“, die von schwungvollen Holzbläserpassagen und mächtigen Blechbläserläufen eröffnet wurde und von verschiedenen Stimmungen und Stilen geprägt war. Und schon durften die Zuhörer die Abenteuer des aus dem Film und Fernsehen bekannten Archäologen „Indiana Jones“ im Rahmen eines Werks des weltberühmten Komponisten John Williams miterleben.

In der „Bohemian Rhapsody“, einem der erfolgreichsten Stücke der britischen Rockband Queen, verlangte Dirigent Tarkövi von den Registern alles an rhythmischer Präzision und klanglicher Einheit ab. Einen weiteren Beweis der Bandbreite, in der sich Blasmusik heutzutage präsentiert, lieferte das mit Orchester mit Ausschnitten aus dem Musical „Tanz der Vampire,“ darunter die „Ouvertüre“, „Für Sarah“, „Ewigkeit“ und „totale Finsternis“.

Anhaltender Applaus, die humorvolle Marschparodie „Monty“ von Stephen Melilo sowie eine zweite ruhigere Zugabe beendeten ein Konzert, das zwar nicht die Temperaturen draußen, aber dafür die Stimmung der Besucher in die Höhe geschraubt hatte.

Bild und Text: Claudia Bader (Illertisser Zeitung)
Termine 2018
  • 19.08.
  • Altstadtfest
  • 9 Uhr bis 22 Uhr
  • Rosenstraße Illertissen
  • 01.11.
  • Allerheiligen
  • 15 Uhr
  • Friedhof Illertissen
  • 18.11.
  • Volkstrauertag
  • 9 Uhr
  • Martinsplatz Illertissen
  • 01.12.
  • Gemeinschaftskonzert mit Crailsheim